Uta Brandes - Biografie

 

Uta Brandes ist eine deutsche Design-Expertin, -Theoretikerin und -Autorin. Seit 1995 ist sie Professorin für Gender und Design sowie für Designforschung an der Köln International School of Design. Zusammen mit Michael Erlhoff leitet sie be design, eine Beratungsagentur für designrelevante Projekte und Themen. Sie lebt in Köln.

Uta Brandes studierte an der Universität Hannover erst Anglistik, Sport- und Politische Wissenschaften, dann Soziologie und Psychologie und schloss das Studium mit dem M.A. ab. Anschließend promovierte sie bei Professor Dr. Oskar Negt und Professorin Dr. Regina Becker-Schmidt.

Während des Studiums arbeitete sie unter anderem als Lehrerin an einer Fachoberschule und als Regieassistentin am Staatstheater Hannover. Von 1973 – 1982 war sie Mitherausgeberin der experimentellen Zeitschrift für Kunst, Literatur, Musik, Architektur und Design „zweitschrift“. „zweitschrift“ veröffentlichte Originalarbeiten u.a. von John Cage, Christo, Ernst Jandl, Martin Kippenberger, Friederike Mayröcker, Alessandro Mendini, Cesar Pelli, Haus Rucker Co, Valie Export, Peter Weibel, Lawrence Weiner. Nach dem Studium wurde sie im Rahmen eines DFG-Forschungsprojekts wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Hannover, danach stellvertretende Leiterin des Forschungsinstituts Frau und Gesellschaft.

Nach ihrem Umzug nach Frankfurt am Main wurde sie als Leitende Ministerialrätin (stellvertretende Staatssekretärin) an die Staatskanzlei der Hessischen Landesregierung berufen - allerdings kündigte sie diese Beamten-Perspektive nach sechs Monaten und arbeitete weiter als freie Autorin für den Hörfunk, für Zeitschriften und Bücher. In dieser Zeit beteiligte sie sich zudem an der Gründung des Deutschen Journalistinnen-Bundes.

Ende der 1980er Jahre baute sie als dessen erste Leiterin das Schweizer Design Center in Langenthal auf und war an der Gründung des Designerinnen Forum aktiv beteiligt.

Anfang der 1990er Jahre entwickelte sie das Konzept für den Veranstaltungsbereich der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn und wurde Direktorin dieses Forums – unter anderem initiierte und organisierte sie dort Kongresse (z. B. zur Zukunft der Sinne), Kurz-Opern und Konzerte experimenteller Musik.

Außerdem gründete sie (gemeinsam mit Prof. Dr. Michael Erlhoff) in Köln be design, Büro für Design-Beratung, -Konzeption und -Forschung. Sie ist Gründungs-Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Designtheorie und -forschung, und leitete als Gastdozentin Projekte und Workshops  an Universitäten in Tokyo, Nagoya, Fukuoka, Hangzhou, Shanghai, Taipei, Hong Kong, New York und Sydney. Sie war und ist Mitglied vieler Jurys und gehört der Auswahlkommission Design der Studienstiftung des Deutschen Volkes an.

Von 2000 bis 2006 organisierte sie gemeinsam mit Michael Erlhoff den St. Moritz Design Summit.

Seit 1995 ist sie Professorin für Gender und Design und für Designforschung an der Köln International School of Design.