Autor: Susanne

Rubber Cup Competition 1998

An der Kunstakademie Stuttgart entwickelte der damals dort als Professor lehrende Designer Richard Sapper den „Rubber Cup“: Studierende aus allen Hochschulen durften an diesem Rennen teilnehmen, bei dem die entsprechenden Fahrzeuge lediglich durch jeweils 20 g Gummi angetrieben werden durften. Dies führte normalerweise zu sehr großen Fahrzeugen, da die Spannung des Gummis die Geschwindigkeit der Bewegung hervorrufen sollte und man so den Parcour entweder möglichst schnell oder über eine lange Zeit bewältigen konnte. So entstand auch an der KISD ein studentisches Projekt, um an diesem Rennen teilzunehmen. Doch nach sehr vielen Versuchen, das Fahrzeug durch die Spannung des Gummis zu bewegen, entstand ein völlig anderes, neues Konzept: Das Gummi wurde klein geschnitten und einfach verbrannt; die dabei entstehende Hitze wurde als Energie genutzt, das nun sehr kleine Fahrzeug zu bewegen. Das KISD-Vehikel gewann das Rennen gegen sehr viel Konkurrenz, denn es war klar das schnellste.

Hannoversche Verdichtungen

Aus einer Verärgerung über die weitgehend miserable Qualität und zugleich lokale Präsenz hannoverscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller gelang Uta Brandes und Michael Erlhoff, in der wichtigen hannoverschen Tageszeitung „HA.Z“ die auffällige Notiz zu publizieren, alle diejenigen, die in der Stadt Hannover meinten, Schriftstellerin oder Schriftsteller zu sein, sollten sich im November 1980 an einem Samstag-Vormittag um 12:00 Uhr vor dem Opernhaus zu einer gemeinsamen Lesung versammeln. Etwa 100 solche Menschen kamen und begannen, nach einem Startsignal gemeinsam ihre jeweiligen Texte vorzulesen. Eine Simultan-Lesung, die selbstverständlich immer lauter geriet, weil jede und jeder der Vortragenden nun versuchte, lauter und damit präsenter als die anderen zu sein. – Aufgenommen wurde dies mit einem nicht professionellen Aufnahmegerät.