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Robert Filliou Dankesrede für den „Kurt Schwitters Preis“

1983 erhielt Robert Filliou den ersten „Kurt Schwitters Preis“, der ihm im Sprengel Museum Hannover überreicht wurde. Uta Brandes übersetzt diese Dankesrede in die deutsche Sprache – und Michael Erlhoff kuratierte dann die große Filliou-Retrospektive zuerst im Sprengel Museum Hannover, dann im Muse d’Art Moderne Paris und in der Berner Kunsthalle.

Anrufbeantworter

Anfang der 1980er Jahre lief bei Uta Brandes und Michael Erlhoff während deren Abwesenheit im Ausland zu Hause ein Anrufbeantworter. – Nach ihrer Rückkehr beschlossen sie, die darauf gesammelten Stimmen und anderen Töne aufzubewahren. Zu hören sind unter anderem Oswald Wiener, die Buchhändlerin Alessandra Marchi („Centro Di“ in Florenz), der Designer Thomas Bley, der damalige Apotheker und Galerist Rainer Krause und der Kurator des Los Angeles County Museum oft he Arts/LACMA Tim Benson.

Hannoversche Verdichtungen

Aus einer Verärgerung über die weitgehend miserable Qualität und zugleich lokale Präsenz hannoverscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller gelang Uta Brandes und Michael Erlhoff, in der wichtigen hannoverschen Tageszeitung „HA.Z“ die auffällige Notiz zu publizieren, alle diejenigen, die in der Stadt Hannover meinten, Schriftstellerin oder Schriftsteller zu sein, sollten sich im November 1980 an einem Samstag-Vormittag um 12:00 Uhr vor dem Opernhaus zu einer gemeinsamen Lesung versammeln. Etwa 100 solche Menschen kamen und begannen, nach einem Startsignal gemeinsam ihre jeweiligen Texte vorzulesen. Eine Simultan-Lesung, die selbstverständlich immer lauter geriet, weil jede und jeder der Vortragenden nun versuchte, lauter und damit präsenter als die anderen zu sein. – Aufgenommen wurde dies mit einem nicht professionellen Aufnahmegerät.

Copy and the Duplicates

Ende der 1970er Jahre existierte in Florenz ein autonomer Radiosender namens „Contro Radio“, der einige Male Uta Brandes und Michael Erlhoff zu Interviews in Florenz einlud. – Übrigens ein damals wirklich sehr spannender Radiosender, der nachts merkwürdige Töne sendete, die tatsächlich Computer-Programme waren und man einfach herunterladen konnte, also das Programm nicht kaufen musste.

Interview von Uta Brandes und Michael Erlhoff mit Adolfo Natalini, Florenz um 1980

Adolfo Natalini war eine der führenden Figuren der Architektur- und Design-Gruppe „Superstudio“, einer der wesentlichen Protagonisten des „Disegno Radicale“ und ebenso der damit verknüpften Architektur der 1960er Jahre. Adolfo Natalini blieb auch danach – im Unterschied zu anderen Protagonisten jener Zeit – in Florenz und unterrichtete dort auch.