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St. Moritz Design Summit

St Moritz Design Summit 2000 – 2007

1999 wurden wir auf Veranlassung von Köbi Gantenbein, Chefredakteur der Zeitschrift „Hochparterre“, nach St. Moritz (Schweiz) eingeladen, um mit den für Kultur und Tourismus Verantwortlichen über die Etablierung eines Design-Events zu sprechen. Wir schlugen vor, jährlich kurz vor Weihnachten international wichtige Design-Fachleute für drei Tage nach St. Moritz einzuladen, um miteinander über wesentliche Design-Perspektiven zu diskutieren. Allerdings, so der Vorschlag, ohne Publikum (da sonst Gespräche dieser Art sehr schnell zum Marketing werden). St. Moritz war begeistert, und so fand dann tatsächlich ab dem Jahr 2000 für acht Jahre der „St. Moritz Design Summit“ im feinen Suvretta House statt. Um die Finanzierung zu sichern, gewann Michael Erlhoff (der 1991 gemeinsam mit der „British American Tobacco/BAT“ die Raymond Loewy Foundation zur Förderung von Design gegründet hatte) die BAT und damit die Stiftung, das Projekt zu unterstützen. So luden wir also jedes Jahr 30 exzellente Design-Expert_innen nach St. Moritz ein. Die meisten traf sich zuvor in Zürich und fuhren von dort aus mit der „Rhätischen Bahn“ durch das schöne Oberengadin nach St. Moritz. Dort traf man sich am …

Rubber Cup Competition 1998

An der Kunstakademie Stuttgart entwickelte der damals dort als Professor lehrende Designer Richard Sapper den „Rubber Cup“: Studierende aus allen Hochschulen durften an diesem Rennen teilnehmen, bei dem die entsprechenden Fahrzeuge lediglich durch jeweils 20 g Gummi angetrieben werden durften. Dies führte normalerweise zu sehr großen Fahrzeugen, da die Spannung des Gummis die Geschwindigkeit der Bewegung hervorrufen sollte und man so den Parcour entweder möglichst schnell oder über eine lange Zeit bewältigen konnte. So entstand auch an der KISD ein studentisches Projekt, um an diesem Rennen teilzunehmen. Doch nach sehr vielen Versuchen, das Fahrzeug durch die Spannung des Gummis zu bewegen, entstand ein völlig anderes, neues Konzept: Das Gummi wurde klein geschnitten und einfach verbrannt; die dabei entstehende Hitze wurde als Energie genutzt, das nun sehr kleine Fahrzeug zu bewegen. Das KISD-Vehikel gewann das Rennen gegen sehr viel Konkurrenz, denn es war klar das schnellste.

Bielefelder Colloquium Neue Poesie

Bielefelder Colloquium Neue Poesie

1978 luden die drei an der Universität Bielefeld lehrenden Professoren S.J. Schmidt, Klaus Ramm und Jörg Drews erstmalig die zu jener Zeit in Konkreter und Visueller Poesie aktiven deutschsprachigen Schriftstellerinnen und Schriftsteller nach Bielefeld ein, um drei Tage miteinander – ohne Publikum – zu diskutieren und in einer abendlichen – öffentlichen – Lesung aufzutreten. Im ersten Jahr fand das noch unmittelbar in einem Gästehaus der Universität Bielefeld statt, danach in einer Bildungsstätte namens „Haus Neuland“ in der Nähe von Bielefeld, jedoch mitten in einem Wald und dementsprechend einsam; was sehr gut war, denn dadurch gerieten die Diskurse und experimentellen Vorträge neuer literarischer Produktionen wirklich sehr intensiv: Manche (z. B. Ernst Jandl) riskierten, noch unfertige literarische Versuche vorzutragen und nahmen gelegentlich heftige Kritik mit mehr oder weniger Wohlwollen zur Kenntnis. Die öffentliche Lesung wurde immer in der Bielefelder Kunsthalle veranstaltet, jeweils mit sehr viel Publikum. Uta Brandes und Michael Erlhoff waren merkwürdigerweise von Beginn an ebenfalls eingeladen und beteiligen sich an den Diskussionen (aber nicht an der literarischen Produktion). 1979 publizierten sie unter dem Titel „How …