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Fandalismus – Von Vandalismus zu Fandalismus

Uta Brandes (Hrsg.) (2009)
Fandalismus –
Von Vandalismus zu Fandalismus
Walther König
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Voreilig wird vieles, was im öffentlichen Raum von Unbekannten „verändert“ wird, als Vandalismus bezeichnet. Die Autorinnen und Autoren haben umherschweifende Feldforschung im städtischen Raum betrieben und das Phänomen „Vandalismus“ einer kritischen Revision unterzogen. Nicht Vandalismus, „Fandalismus“ heißt die kritische Rückaneignung des öffentlichen Raumes. So wird zum Beispiel aus kostenpfl ichtigem Leasing kostenloses, befreites Sitzen; aus gesellschaftlich als unschuldig und niedlich defi nierten Kindern werden Terroristen; gegen die Befürworter der städtischen Kübelpflanzen-„Kultur“ werden revolutionäre Saatbomben-Werfer eingesetzt; Graffi ti gerät zu neuer Zeichenhaftigkeit mit zum Teil wunderbaren neuen Technologien; und auch die immer so positiv umarmte Flora und Fauna werden überzeugend als übel vandalistisch entlarvt. Das Buch provoziert den Leser, über Vandalismus, Political Correctness und Mainstream neu nachzudenken; und so manches, was, in Schubladen eingeordnet, sicher und gewiss erschien, dürfte dabei ebenso vergnüglich wie nachdenklich durcheinandergewirbelt werden.