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Bei dem Sprechen kommt alleweil meistens so wenig Geist zum Vorschein, dass man sich an das Gedruckte halten muss.

Caroline Schelling

Obwohl bereits im 18. Jahrhundert formuliert, bleibt diese Einsicht bis heute virulent. Die Schriftstellerin, Übersetzerin, politisch engagierte und kluge Salonnière muss es wissen. Denn da ihr, wie bekanntlich allen Frauen dieser Zeit, der Zugang zu Bibliotheken, Studium und Beruf verwehrt ist, versammelt sie um sich, logischerweise meist männliche Literaten (u.a. Schlegel, Novalis, Ludwig Tieck, Philosophen (z.B. Friedrich Schlegel und Schelling), Naturwissenschaftler (z.B. Henrik Steffens und Johann Wilhelm Ritter) sowie bildende Künstler (etwa Tischbein und Christian Friedrich Tieck). So wird ihr Zuhause zu einem Zentrum frühromantischer Diskurse. Offensichtlich sind ihr dann doch die Schriften ihrer berühmten Zeitgenossen lieber. Ob sie in diese Kritik auch die Menschen ihrer Community einbezieht, mag dahingestellt sein. Auf jeden Fall, so können wir konstatieren, dürfte es sich nahezu ausschließlich um eitle männliche Schwafler gehandelt haben.

 

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