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Zitat Benjamin Lieke

Benjamin Lieke

Der Kopf ist klüger als man denkt Über den Autor ist leider sehr wenig bekannt – er hat einige Texte publiziert und lebt  wohl in San Francisco. Der Satz erläutert plausibel, dass gelegentlich das ausdrückliche Denken Einsichten verhindert. Denn das Denken verharrt häufig in einem logischen Zwang, was immer man sucht oder erkennen möchte, dies solch logischer Ableitung zu übergeben. Auf A folgt B etc. Dabei weiß doch sogar der ansonsten meist unselig dumme angeblich „gesunde Menschenverstand, ausnahmsweise völlig berechtigt, man solle, wenn jemandem beispielsweise ein Name, ein Datum oder ein Ort nicht einfielen, an etwas anderes denken. Dann tritt das Gesuchte plötzlich wieder ins bewusste Gedächtnis, zumindest meistens. Grund dafür ist selbstverständlich, dass man sich auf diesem Weg der freien, ungezielten Assoziation überlassen hat und der neuronalen Verbindung des Gehirns und womöglich auch des Körpers einfach vertraut. So sollte man beispielsweise bei Vorträgen, wenn man schon ahnt, dass einem ein Name oder Datum in Kürze fehlen wird, gar nicht darüber nachdenken, vielmehr einfach weiterreden – oder beim Schreiben, wenn man stockt, schnell etwas völlig …

Zitat G. W. Leibniz

G.W. Leibniz

Die Welt ist für den Menschen die Welt der Möglichkeiten Genau diese Offenheit, sogenannte Wirklichkeit als Welt der Möglichkeiten zu begreifen, fördert die Lebendigkeit und widerspricht jeglichem Defaitismus. Denn wahrhaftig eröffnen sich ständig Möglichkeiten, sogar sinnvolle und spannende Möglichkeiten, die man lediglich erkennen und nutzen muss. Nicht zuletzt zugunsten eines sozialen Daseins und des Ansporns zu Aktivität.  

Zitat Franz Kafka

Franz Kafka

Der Weg entsteht beim Gehen Kafka beschreibt hier präzise die Aktion des (übrigens rein männlichen) Flaneurs, wie er in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aufkam und viel später dann von den Situationnisten in den späten 1950er und frühen 1960er Jahren als „Psychogeographie“ neu, spielerisch, analytisch aufgenommen und abgewandelt wurde: Man schweift umher oder bloß mit einem abstrakten Ziel vor Augen und im Sinn, lässt sich durch irgendwelche Situationen bewegen – und erfährt die Lebendigkeit. Nur gilt dies nicht allein für das Gehen, vielmehr ebenso für das Schreiben, das sich während des Schreibprozesses entwickelt; ähnliches gilt für das Hören oder Schmecken, sogar in der Liebe und im Leben selber.