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Ich bin nicht bereit zu glauben, dass die Augen der Spiegel dessen sind, was man sieht

Rolf Dieter Brinkmann

Schon Goethe notierte einst, man könne nur sehen, was man wisse. Dies wurde sowohl erweitert als auch verstärkt durch den Nachweis des Naturwissenschaftlers Helmholtz um 1850, dass das menschliche Auge beispielsweise weder rechte Winkel noch parallele Linien sehen könne. – Quasi verwirrend ist demgemäß, dass wir ständig rechte Winkel und parallele Linien zu sehen glauben. De facto sind solche Bilder also Konstruktionen unseres Gehirns.

Partiell allerdings widerspricht dies dem obigen Satz von Brinkmann, denn danach wären die Augen sehr wohl der Spiegel dessen, was man sieht, nur sähe man Bilder, die man gar nicht zu sehen in der Lage wäre. – Bleibt jedoch bei diesem Zitat die zusätzliche Überlegung, ob die Augen selber ganz anderes nach außen ausdrücken, als das, was ihnen vor Augen geführt wird.

Nichts also reflektiert einfach das, was geschieht.

 

 

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