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Sprache ist die Vergegenwärtigung des Abwesenden

Sprache ist wahrhaftig eine merkwürdige Kompetenz. Denn zweifellos kann man einfach alles sagen, was man will – und auf diesem Weg beispielsweise Vergangenes vergegenwärtigen oder Zukünftiges mitten in die Gegenwart rücken und vice versa. Man kann zum Beispiel sagen „es regnet gerade, auch wenn die Sonne scheint. Und man hat dabei keineswegs gelogen, denn die Sprache hat ihren eigenen Existenzraum.

Was, zugegeben, auch sehr problematisch ist. Nämlich angesichts vieler gefälschter Nachrichten und verlogener Darstellungen von Politik und Geschichte. Denn die Sprache selber kann tun, was sie will – auch wenn klar ist, dass die Sprache jeweils eine Sprecherin oder einen Sprecher benötigt.

Die, die sprechen, sind also das Problem. Allerdings nur dann, wenn sie mit dem Ausgesprochenen auch irgendeinen Anspruch auf Wahrheit einfordern. Dies braucht eine andere Überprüfung.

So oder so: Die Freiheit der Sprache ist einfach wundervoll.

 

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