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Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem man nicht vertrieben werden kann.

Das klingt hoffnungsfroh (wenn auch etwas melancholisch-nostalgisch), und man möchte diesem Satz uneingeschränkt zustimmen können.

Aber das mit der Erinnerung ist offenkundig etwas komplizierter. Setzt sich Erinnerung doch zusammen – vergleichbar den Träumen – aus Resten empirischer Erfahrungen und Wunschvorstellungen oder auch Projektionen. Man redet sich die eigene Geschichte gerne schön oder interessant und irgendwie glücklich, man vergoldet sie, obwohl man weiß und ständig erleben muss, dass die Erinnerung ab und an traurig wirkt, von Unglück kündet und deprimiert.

Mehr noch: Es gibt gewisse Menschen – und gelegentlich gehören vielleicht alle dazu –, die grundlegend oder zumindest gelegentlich aus diesem „Paradies“ der Erinnerung vertrieben werden möchten.

 

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