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Ich schildere nicht das Sein: Ich schildere das Unterwegs-Sein.

Dass Sein ist ein Prozess, nicht fixierbar. Es bewegt sich und entwickelt sich, allerdings noch nicht einmal eindimensional, sondern vielfältig in unterschiedlichen Gebieten. Dieses Sein schildern zu wollen, ist eine zu große Aufgabe; wer das behauptet, nimmt in den meisten Fällen den Mund zu voll, ist ein Aufschneider. Etwas anderes ist es, über das Sein nachzudenken (nict, es zu schildern wie einen Reisebericht), was viele Philosophen, überwiegend Männer, getan haben und tun.– Montaigne war klug genug, ein anderes, mobiles Sein zu schildern: das des Reisens, wobei dieses Reisen sehr wohl nicht nur auf den Straßen, sondern auch im Kopf geschehen kann. In gewisser Weise nahm er mit seiner Aussage aus den „Essais“ schon einige Gedanken der Flaneure des 19. und der Situationisten des 20. Jahrhunderts voraus.

 

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