Alle Artikel in: be//TWEEN

German University Cairo 2008

Kairo 2008

Nachdem wir schon zuvor vom Rektorat der German University Cairo eingeladen worden waren, den Studiengang Design zu beraten, wurden wir 2008 gebeten, ein studentisches Design-Projekt anzubieten. Da in dieser wie auch in anderen Universitäten etwa 80% oder mehr der Studierenden weiblich sind (Jungen werden von ihren Eltern gern und unproblematisch ins Ausland geschickt, Mädchen müssen unter der elterlichen Kontrolle zu Hause bleiben), boten wir thematisch ausdrücklich ein Projekt für Studentinnen an: “Female Power”. Die Studentinnen (im Gegensatz zu den wenigen Studenten) waren sehr begeistert und innovativ. – Hier gibt es Beispiele aus dem Projekt.

St. Moritz Design Summit

St Moritz Design Summit 2000 – 2007

1999 wurden wir auf Veranlassung von Köbi Gantenbein, Chefredakteur der Zeitschrift „Hochparterre“, nach St. Moritz (Schweiz) eingeladen, um mit den für Kultur und Tourismus Verantwortlichen über die Etablierung eines Design-Events zu sprechen. Wir schlugen vor, jährlich kurz vor Weihnachten international wichtige Design-Fachleute für drei Tage nach St. Moritz einzuladen, um miteinander über wesentliche Design-Perspektiven zu diskutieren. Allerdings, so der Vorschlag, ohne Publikum (da sonst Gespräche dieser Art sehr schnell zum Marketing werden). St. Moritz war begeistert, und so fand dann tatsächlich ab dem Jahr 2000 für acht Jahre der „St. Moritz Design Summit“ im feinen Suvretta House statt.

NID - Non intentional Design

Nicht Intentionales Design (NID)

Nicht Intentionales Design (NID) ist ein Begriff, der von Uta Brandes und Michael Erlhoff erfunden wurde. NID untersucht die Herstellung von Funktion und Bedeutung der Dinge im und durch den Gebrauch. Es bezeichnet all jene Handhabungen, Prozesse und Umgangsweisen, in deren Verlauf Menschen durch kleinere oder größere Eingriffe ihr Lebens- und Arbeitsumfeld verändern. Professionell und vorgeblich funktional gestaltete Produkte und Räume werden permanent von allen und alltäglich umgenutzt und umgestaltet, Produkte und Orte, die unter Kriterien professionellen Designs und dessen Maßgabe für sinnvollen Gebrauch „zweckentfremdet“, „mißverstanden“, „mißbraucht“ werden, enthalten ein großes Potential an Innovation und vielfältigen neuen, anderen, multifunktionalen Nutzungsmöglichkeiten. Die Analyse des Gebrauchs gestalteter Produkte ist auch deshalb so relevant, weil es die Nutzung ist, die Art des Umgang mit den Dingen, in denen sich heute Unterschiede und kulturelle Vielfalt erweisen. Die Produkte selbst mögen zunehmend der Globalisierung anheimfallen, der Gebrauch dagegen schafft Differenz. NID – Prinzipien Reversible Umnutzung: Ein Ding wird temporär oder dauerhaft in einem neuen Kontext genutzt, wobei aber der ursprüngliche Zustand und die ursprüngliche Funktion nicht zerstört werden (Senf-oder Marmeladen-Glas …

Song zur Diplomfeier der KISD 1999

  Text, Musik und Gesang: Tanja Godlewsky und Claudia Leu (heute: Claudia Herling) Arrangement und Produktion: Oliver J. Leu und David Oswald Als Tanja Godlewsky und Claudia Leu noch an der KISD studierten und auch noch einige Jahre danach traten sie gelegentlich bei besonderen Ereignissen mit selbst komponierten wunderbaren Songs auf. Regelrecht ein Mythos. – Oliver Leu und David Oswald studierten ebenfalls an der KISD.– Mittlerweile sind alle vier professionell im Design aktiv und unterrichten an diversen Hochschulen.

La Carta del Monaco - La Casa Europea 1990

La Casa Europea, 1990

Auf Initiative des „Rat für Formgebung/German Design Council“ organisierte die Arbeitsgruppe Design der damals ja noch etwas kleineren Europäischen Union eine Veranstaltung über die Relevanz von Design für die Entwicklung Europas. Diese fand 1990 im Europäischen Patentamt München mit wesentlicher Unterstützung der spanischen, italienischen und französischen Design-Organisationen statt, die in jener Arbeitsgruppe versammelt waren. Die Diskurse wurden in der „La Carta del Monaco“ zusammengefasst.

Erica van Horn, Judith Hoffberg

Buchmesse Frankfurt, 1989

Seit 1976 gaben UB und ME die Zeitschrift „zweitschrift“ heraus, meist nicht häufiger als einmal pro Jahr, aber stets ziemlich umfangreich und mit Original-Beiträgen aus den Bereichen bildende Kunst, Musik, Poesie, Architektur, Design und Theorie. Insgesamt erschienen zehn Ausgaben, zusätzlich einige von den beiden verlegte Bücher. – Ab 1978 mieteten sie zuerst gemeinsam mit Armin Hundertmark eine Koje auf der Frankfurter Buchmesse, und 1979 gelang es ihnen sogar, alle damals so spannenden Kleinverlage gemeinsam in einem Gang in einer der Messehallen zu versammeln. Später, als die Beiden in Frankfurt a. M. wohnten, hielten sie den Kontakt zu den Freundinnen und Freunde, die ihre Kleinverlage weiterführten, wenn diese zur Buchmesse nach Frankfurt kamen. -> Fotos auf Flickr   

„Unternehmenskultur und Stammeskultur“ // 1988

Wahrscheinlich 1988 veranstaltete der „Rat für Formgebung“ nachmittags in seinen Räumen eine intensive Konferenz zu diesem Thema und am Abend desselben Tages dazu eine öffentliche Veranstaltung in der „Schirn“ in Frankfurt. Moderiert wurde dieser Abend von Uta Brandes und Michael Erlhoff, Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren unter anderem: Silvia Bovenschen, Jochen Gerz, Mario Erdheim, Alfred Krovoza, Anke Martini, Karla Fohrbeck, Klaus Lehmann und einige hochrangige Vertreter von Unternehmen. Außerdem trug der Hamburger Schriftsteller Schuldt eine Kurzgeschichte vor und trommelte ein Musikprofessor aus Nigeria.

Kulturbeutel // ca. 1987

Uta Brandes berichtet über den „Kulturbeutel“ in einer von Michael Erlhoff moderierten Sendung von „Radio Niedersachsen“, dem „Kulturspiegel“, der an diesem Tag insgesamt darüber nachdenkt, was Kultur sein könnte.