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Song zur Diplomfeier der KISD 1999

  Text, Musik und Gesang: Tanja Godlewsky und Claudia Leu (heute: Claudia Herling) Arrangement und Produktion: Oliver J. Leu und David Oswald Als Tanja Godlewsky und Claudia Leu noch an der KISD studierten und auch noch einige Jahre danach traten sie gelegentlich bei besonderen Ereignissen mit selbst komponierten wunderbaren Songs auf. Regelrecht ein Mythos. – Oliver Leu und David Oswald studierten ebenfalls an der KISD.– Mittlerweile sind alle vier professionell im Design aktiv und unterrichten an diversen Hochschulen.

„Unternehmenskultur und Stammeskultur“

Wahrscheinlich 1988 veranstaltete der „Rat für Formgebung“ nachmittags in seinen Räumen eine intensive Konferenz zu diesem Thema und am Abend desselben Tages dazu eine öffentliche Veranstaltung in der „Schirn“ in Frankfurt. Moderiert wurde dieser Abend von Uta Brandes und Michael Erlhoff, Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren unter anderem: Silvia Bovenschen, Jochen Gerz, Mario Erdheim, Alfred Krovoza, Anke Martini, Karla Fohrbeck, Klaus Lehmann und einige hochrangige Vertreter von Unternehmen. Außerdem trug der Hamburger Schriftsteller Schuldt eine Kurzgeschichte vor und trommelte ein Musikprofessor aus Nigeria.

Anrufbeantworter

Anfang der 1980er Jahre lief bei Uta Brandes und Michael Erlhoff während deren Abwesenheit im Ausland zu Hause ein Anrufbeantworter. – Nach ihrer Rückkehr beschlossen sie, die darauf gesammelten Stimmen und anderen Töne aufzubewahren. Zu hören sind unter anderem Oswald Wiener, die Buchhändlerin Alessandra Marchi („Centro Di“ in Florenz), der Designer Thomas Bley, der damalige Apotheker und Galerist Rainer Krause und der Kurator des Los Angeles County Museum oft he Arts/LACMA Tim Benson.

Hannoversche Verdichtungen

Aus einer Verärgerung über die weitgehend miserable Qualität und zugleich lokale Präsenz hannoverscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller gelang Uta Brandes und Michael Erlhoff, in der wichtigen hannoverschen Tageszeitung „HA.Z“ die auffällige Notiz zu publizieren, alle diejenigen, die in der Stadt Hannover meinten, Schriftstellerin oder Schriftsteller zu sein, sollten sich im November 1980 an einem Samstag-Vormittag um 12:00 Uhr vor dem Opernhaus zu einer gemeinsamen Lesung versammeln. Etwa 100 solche Menschen kamen und begannen, nach einem Startsignal gemeinsam ihre jeweiligen Texte vorzulesen. Eine Simultan-Lesung, die selbstverständlich immer lauter geriet, weil jede und jeder der Vortragenden nun versuchte, lauter und damit präsenter als die anderen zu sein. – Aufgenommen wurde dies mit einem nicht professionellen Aufnahmegerät.

Interview von Uta Brandes und Michael Erlhoff mit Adolfo Natalini, Florenz um 1980

Adolfo Natalini war eine der führenden Figuren der Architektur- und Design-Gruppe „Superstudio“, einer der wesentlichen Protagonisten des „Disegno Radicale“ und ebenso der damit verknüpften Architektur der 1960er Jahre. Adolfo Natalini blieb auch danach – im Unterschied zu anderen Protagonisten jener Zeit – in Florenz und unterrichtete dort auch.